Datenschutz-
Grundlagen

Wenn man von Datenschutz spricht, ist in erster Linie von der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) die Rede. Allerdings gibt es in jedem Mitgliedsstaat der EU noch eine individuelle Konkretisierungsklausel, mit der die regionalen Vorgaben dieser Staaten berücksichtigt werden. In Kombination bilden diese die rechtlichen Grundlagen des Datenschutzes.

Alle gemeinsam haben ein Ziel:

..., den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird..."

Nur was heißt das und was sind personenbezogene Daten?
Fangen wir mit den personenbezogenen Daten an. Hierzu zählen beispielsweise Name, Alter, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail, Bankdaten und auch der Familienstand. Einen besonderen Schutz genießen zudem die ethnische Herkunft, die religiöse & weltanschauliche Überzeugung, Angaben zur Gesundheit, Angaben zum Sexualleben und zur politischen Meinung.

All diese Daten werden durch die Verordnungen und deren Richtlinien geschützt.

Ein üblicher Fall - ein sehr einfaches praktisches Beispiel.
In vielen Abteilungen oder Unternehmen hängt ein Kalender, der die Geburtstage der Mitarbeiter darstellt.
Hier zwei typische Varianten:

  1. Die Geburtstage wurden von jedem Mitarbeiter selbst eingetragen.
    Mit dem eigenen Eintrag, hat der Mitarbeiter automatisch zugestimmt, dass seine persönlichen Daten – in diesem Fall sein Name in Verbindung mit seinem Geburtstag – innerhalb der Firma veröffentlicht werden darf. Hier wurden die Datenschutzvorgaben eingehalten.
  2. Alle Geburtstage wurden zentral von einer Person eingetragen.
    In diesem Fall müsste jeder einzelne Mitarbeiter, dessen Geburtstag auf dem Kalender veröffentlicht wurde, eine Einverständniserklärung unterzeichnet haben. Sollte dies nicht der Fall sein, hätte man hier gegen geltende Bestimmungen im Datenschutz verstoßen, was in einem Streitfall zu einem Bußgeld führen könnte.

Zwei Varianten, die auf den ersten Blick das gleiche Ergebnis liefern (den Geburtstagskalender) und doch ist die eine legal und die andere könnte zu einem Bußgeldverfahren führen.